Special Exhibition on
The Design Annual 2007
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Materialien haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Eigenschaften, die Funktionalität, die Produktion und die Formgebung eines Produktes. Ein für das Produktdesign besonders interessanter Bereich innerhalb der Materialforschung ist die Modifikation der Eigenschaften eines Werkstoffes, beispielsweise durch Beimischung von Partikeln mit spezifischen Funktionen. Durch die gezielte Veränderung seiner Eigenschaften oder durch die Verarbeitung in bisher fremden Herstellungserfahren kann das Material in Produktbereichen, für die es bisher nicht geeignet war, innovative Lösungen ermöglichen.
Im Mittelpunkt der von uns konzipierten Ausstellung ‚paper lab’ stand der Werkstoff Papier. Dieses alltägliche Material zeichnet sich dadurch aus, dass man es mit einfachen Mitteln herstellen und weiterverarbeiten kann, dass es flexibel oder stabil sein kann, dass es kostengünstig, leicht, ökologisch, in großen Mengen erhältlich und ästhetisch ist.
Durch neue Entwicklungen in der Forschung wird Papier zu einem High-Tech-Material, das auf ganz neue Weisen verarbeitet, kombiniert und produziert werden kann. Was ist möglich, wenn Papier photovoltaische Eigenschaften besitzt, gelasert, geschäumt, spritzgegossen oder im Brennofen zu Keramik wird?
Die Ausstellung zeigte augewählte Entwicklungen aus der Papierforschung, 3D-Strukturen aus Papier, Leichtbaukonstruktionen, Papiere mit integrierten Funktionen, papierverarbeitende Technologien und existierende Produkte. Die Exponate demonstrieren, dass technische Papiere heute über Eigenschaften verfügen, die zukünftig für interessante Entwicklungen in den Bereichen Architektur, Produktdesign und Elektronik sorgen werden. Davon inspiriert wurden für diese Ausstellung erste Experimente mit dem Keramik-Papier gewagt.

Die Paperlab Ausstellung wurde im Oktober 2007 auf der Messe Hönnun + Heimili in Reykjavik, Island gezeigt.

In Zusammenarbeit mit Mareike Gast.

Im Auftrag von Materialworks.